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Quelle: Dr. Kleanthous Kosmetik 06/2005
Ultraschall in der
Kosmetik. Wie funktioniert es ? Teil - 1 -
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Ultraschall + Biomoleküle
Als Dr. Kleanthous 1989 in Deutschland das erste Ultraschallgerät für die kosmetische Anwendung entwickelte, war der Kosmetikmarkt noch strikt in apparative und präparative Methoden und Produkte getrennt. Viel Überzeugungsarbeit war zu leisten um das Wirkungsprinzip von Ultraschall und den dazu passenden Wirkstoffen zu verdeutlichen.
Nicht nur die für Kosmetiker und Kosmetikerinnen völlig neue Technologie des Ultraschalls musste vermittelt werden sondern auch die Bedeutung der Biomoleküle im Zusammenhang mit Ultraschall für die Regeneration der Haut.
Diese neue Symbiose setzte eine geänderte Denkweise voraus, die auch heute, nach 12 Jahren Ultraschall in der Kosmetik, noch nicht selbstverständlich ist.
Deshalb zunächst ein paar Grundbegriffe zu unserem Thema:
Was ist eigentlich Ultraschall?
Ultraschall sind Schallwellen, die das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann. Es sind sehr hohe Töne im Bereich
über 20.000 Schwingungen / sec. (Hz ).
Diese Wellen werden in der Medizin zur Diagnose und Therapie verwendet. Bereits seit vielen Jahren nutzen
speziell Sportmediziner den Ultraschall als Hilfsmittel, um Wirkstoffe, die in Gelen enthalten sind,
in die Haut einzubringen. Diesen Vorgang nennt man Sonophorese.
Anders als bei der Iontophosrese kann mittels Ultraschall ein Wirkstoff nicht eingeschleust
werden. Vielmehr öffnet die Vibration des Ultraschalls die Haut für kleinste Moleküle.
Moleküle über einem bestimmten Molekulargewicht ( wie z.B. Hyaluronsäure) können trotz Ultraschall
nicht in die Haut eindringen.
Wie kommt der Ultraschall in die Haut?
Schall wird im Wasser oder feuchten Milieu sehr gut übertragen. Luft isoliert Ultraschall. Aus diesem Grund muß
bei der Anwendung von Ultraschall stets ein Gel oder eine Flüssigkeit zwischen Haut und Schallkopf für die
Übertragung der Schallwellen ins Gewebe sorgen.
Ebenso wichtig ist es, dass die Kundin oder der Kunde vor der Ultraschallanwendung ausreichend Flüssigkeit
zu sich nimmt. Je mehr Wasser sich in den Zellzwischenräumen befindet umso wirksamer ist der Ultraschall.
Die Frequenz des Ultraschalls bestimmt die Eindringtiefe ins Gewebe.
Ultraschall mit einer Frequenz von 1 MHZ durchdringt alle Hautschichten bis zum Bindegewebe, 3 MHZ schwingen nur in der Epidermis.
Weiterhin unterscheidet man noch die Intensität des Ultraschalls, die in Watt / q²cm angegeben wird und
ob es sich um permanenten Schall oder Impulsschall handelt, wobei hier zu sagen ist, dass der
Impulsschall
die kosmetisch angebrachte Schallform ist.
Gerade die Angaben über die Intensität von Ultraschallgeräten muß man immer im Zusammenhang mit dem
Impulsschall vergleichen. Wenn ein Gerät einen Spitzenwert von 1 Watt / q²cm Haut abgibt, dieser Schall
aber nicht als permanenter Ton sondern in Impulsen ( d.h. mit Unterbrechungen) auf die Haut übertragen wird,
dann nimmt die Haut nur einen Durchschnittswert der Ultraschallintensität wahr, der auch auf dem Gerät
angegeben sein sollte.
Wie viel Technik muss wirklich sein?
Das Wichtigste bei einem Ultraschallgerät ist nicht die Anzahl der Knöpfe, Regler oder "Programme".
Da es nur wenig sinnvolle Impulsfrequenzen und sich daraus ergebende Intensitäten gibt, unterscheiden
sich die sog. Programme meist nur in der Anwendungszeit. Auch die Größe des Ultraschallgerätes hat auf
dessen Leistung kaum einen Einfluß.
Wirklich wichtig ist die Qualität des Schallkopfes. Hier entscheiden Materialien über
das eventuelle Allergierisiko und die Herstellung des Schallkopfes über die Schallqualität. Leider ist das
ohne technisches Equipment von der Kosmetikerin nicht nachzuprüfen. Hier muß sie sich auf die qualifizierten Aussagen der Hersteller verlassen können.
Was leistet gepulster Ultraschall für die Haut?
Die Vibration des Schalls erweitert die Zwischenzellräume der Haut und unterstützt den natürlichen
Entschlackungsprozess.
Ultraschall fördert den Energiehaushalt der Zellen. Er sorgt für eine Erhöhung der Membrandurchlässigkeit von Zellen und Kapillaren und beschleunigt den Diffusionsprozess im Gewebe. Er aktiviert die Fibroplasten.
Folgerichtig eignet er sich für die Anwendung bei Couperose, Tränensäcken, vernarbter Haut, verschlackter und erschlaffter Haut und natürlich auch für Körperanwendungen.
Die Grenzen des Ultraschalls
Bei all den oben genannten Einsatzmöglichkeiten muss sich die Kosmetikerin stets darüber
im klaren sein, dass Ultraschall alleine nur kurzzeitige Ergebnisse bringt.
Auch häufig und in kurzen Abständen angewandt kann das Ergebnis zwar gesteigert aber nicht
langfristig gehalten werden. Nur die Kombination mit geeigneten Wirkstoffen bringt Resultate,
die auch über den Zeitraum der Anwendungen hinaus anhalten.
Hier ein Beispiel:
Es besteht die Möglichkeit, mittels Ultraschall bei der Couperose das gestaute Blut aus
den Kapillargefäßen auszuleiten. Eine sichtbare Reduzierung der roten Äderchen ist die Folge.
Belässt man es nun dabei, bilde sich die Couperose rasch wieder von neuem. Das
eigentliche Problem - schwaches Bindegewebe- wurde nicht gelöst. Werden jedoch geeignete Wirkstoffe wie z.B.
Biomoleküle mit dem Ultraschall eingebracht, festigt sich das
Bindegewebe und die Reduzierung der Couperose bleibt, weit über den Anwendungszeitraum
hinaus, bestehen.
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